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    Presseberichte
 

       
   01.10.2006
Fußball: Ederbergland macht sich bei 2:1 gegen Langenaubach Leben selbst schwer 
Oleg Schneider erlöst FCE in der Nachspielzeit
BATTENBERG (schä). „So einen Stress hätten wir uns nicht machen müssen.“ Wolfgang Werth, Trainer des FC Ederbergland, sprach nach dem 90 Minuten am Samstag das aus, was knapp 200 Zuschauer im „Entenpark“ schon in den Minuten zuvor gedacht hatten. Hochverdient, aber erst nach unnötig zäher Arbeit gewann der Bezirksoberligist sein Heimspiel gegen den SSV Langenaubach mit 2:1 und mischt weiter ganz vorn in der Tabelle mit. 

Sie kam, die von Trainer Werth erwartete „Langenaubacher Wand“. Besonders betonreich war sie allerdings nicht. Schneider und Co. kamen aber 40 Minuten lang gut dagegen an, um im zweiten Teil des Spiel mehr an sich selbst, als am Defensivspiel des Aufsteigers zu scheitern. 

Die Leichtigkeit des (Vorne-)Seins ist jedenfalls derzeit vorbei beim FC Ederbergland, das wurde nicht erst am Samstag gewiss. „Es war zu spüren, dass wir Angst hatten, wieder nicht zu gewinnen“, kommentierte FCE-Coach Werth die zweite Halbzeit, in der der Offensivgeist der Gastgeber in der Kabine geblieben zu sein schien. Ursache war offensichtlich der zwischenzeitliche und unerwartete 1:1-Ausgleichstreffer der ansonsten harmlos agierenden Aubacher kurz vor Ende des ersten Durchgangs. Einfach mal einen Ball durch die Mitte halbhoch nach vorn schlagen – dieses plumpe Mittel stellte die aufgerückte und unverständlicherweise risikoreich spielende Abwehr ab und an vor Probleme. 
Als der wieselflinke Patrick Dittmann schließlich einmal durch war, deckte er mit seiner Super-Aktion und dem Abschluss zum 1:1 die Lücken gnadenlos auf. Solche Frische und solches Selbstbewusstsein wie bei Dittmann – der kurz vor Schluss allein vor Seibel den „Todesstoß“ vergab – schien dem Sturm auf der anderen Seite zu fehlen. 

Die Ederbergländer rannten in der zweiten Halbzeit lange Zeit gefahrlos an, brachten kaum einen guten Torabschluss zustande und standen sich oft selbst im Weg. Erst in der Schlussphase ging noch einmal ein kleiner Ruck durchs Team, und Schneider (72.), Schweizer (73.) und Zarges hatten gute Möglichkeiten. Riesenpech dann eine Minute vor Schluss, als drei FCEler das Leder am Fünfmeterraum nicht über die Linie bekamen. 
Es schien wieder nur ein 1:1 zu geben – wie 14 Tage zuvor gegen Braunfels II. Dabei lief das Spiel der Heimelf von Beginn an auffallend besser als zuletzt. Schnelleres und direkteres Spiel, die Maßgabe, mehr über außen zu spielen, wurde beinahe schon zu akribisch verfolgt. 

Dies führte dazu, dass Ederbergland genug Chancen hatte, um 5:0 zu führen. Möllmann hatte ebenso zwei Hochkaräter wie Lerch, der zunächst für Schneider im Angriff stand. Und Gästetorhüter Pomplun zeichnete sich bei den Schüssen von der Strafraumgrenze oft aus. Beim 1:0 bewies Oleg Schneider endlich Auge: am Elfmeterpunkt nahm er eine Hereingabe direkt und schloss flach links unten ab. 
Von diesen 40 Minuten flüssigen FCE-Spiels sprach später niemand mehr. Und eigentlich hatte mancher den Abgesang schon auf den Lippen, als die 93. Minute lief. Oleg Schneider bewies seine Super-Schusstechnik und packte den erlösenden Verzweiflungsschuss aus. 

Der Jungvermählte jagte das Leder beinahe aus dem Stand ins obere Kreuzeck – und Wackersteine fielen den FCE-Verantwortlichen vom Herzen.

sportredaktion@wlz-fz.de