BATTENBERG
(schä). Der FC Ederbergland bleibt weiter
Tabellenführer der Fußball-Bezirksoberliga
Gießen/Marburg – und tat am Samstag
auch wieder genug dafür, um diese
Position leistungsmäßig zu untermauern.
Mit 4:1 wurde die Germania aus Birklar
nach Hause geschickt. Dabei wurde der
wiederum guten Kulisse aber deutlich, dass
bei allem Siegeswillen nicht alles von
alleine klappt und wie selbst einer so
erprobten Elf wie dem FCE ein Tor auf die
Sprünge hilft.
Ein Zeichen hatte Gastgeber-Coach Wolfgang
Werth im Vorfeld gefordert, ein Auftritt,
der den unbedingten Willen aufzusteigen
deutlich macht. Werth durfte diesbezüglich
zufrieden sein – mit Ausnahme der ersten
25 Minuten. Denn die Ederbergländer –
ohne Reitz, Zarges, Ernst, Citlak und
kurzfristig auch Giuda aufgelaufen –
kamen etwas schwer in die Gänge, während
Birklar zunächst mehr Torgefahr
entwickelte. Ein 0:1 hätte zu diesem
Zeitpunkt niemanden überrascht, Garden
und Semmler hatten gute Möglichkeiten. |
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Die
Angriffsbemühungen der Platzherren waren bis
dato nicht von Erfolg gekrönt, denn trotz
lautstarken Dirigierens untereinander agierte
man ungenau und zögerlich im Abschluss. Nach 37
Minuten kippte dann aber die Waage gänzlich zur
anderen Seite. Endlich ein schöner langer Ball
von Weag auf Benny Wolf, und der Youngster –
bei seinem Debüt in der Startelf beeindruckend
zuverlässig – bugsierte den Ball im Fallen
ins lange Eck – 1:0. Das Tor wirkte wie eine
Befreiung auf den FCE. Schon innerhalb der nächsten
120 Sekunden brannte es zweimal lichterloh im
Birklarer Fünfmeterraum. Und das 2:0 ließ
nicht lange auf sich warten: Nach hohem Ball und
etwas Durcheinander drückte Florian Schneider
das Leder aus zwei Metern über die Linie (42.).
Die Voraussetzungen für eine geruhsame zweite
Halbzeit waren gegeben. Doch die Ederbergländer
dachten nicht daran, einen Gang zurück zu
schalten, der Ball lief jetzt gut, die Gäste
waren in der Abwehr überfordert. Bereits kurz
nach Wiederanpfiff hatte Tauchen frei vor Gästekeeper
Breitenbach eine Riesenchance. |
Trainer
Werth mahnte immer wieder, das Tempo hoch zu
halten, was seine Schützlinge auch weitgehend
befolgten. Belohnt wurden sie durch ein schönes
Tor zum 3:0. Kapitän Möllmann traf aus 18
Metern mit links in den Torwinkel (59.). Die Gäste
hatten sich längst ihrem Schicksal ergeben, das
Ehrentor war die eine von zwei Torszenen nach
der Pause und resultierte aus einem kapitalen
Ballverlust von Möllmann. Semmler stürmte
allein aufs Tor zu und schob den Ball vorbei an
Seibel, der im FCE-Kasten wieder den Vorzug vor
Brunner erhalten hatte. Auf ein Aufbäumen der
SG nach diesem Anschlusstor wartete man
vergeblich. Stattdessen gab es nach etlichen
weiteren Chancen eine Zugabe der Heimelf: Ein
Super-Konterangriff führte zum 4:1 und wurde
schon bei der Entstehung mit Applaus auf offener
Szene bedacht: Nach Althaus Balleroberung und
einem Doppelpass mit Weag spielte Heft steil auf
Lerch, der den mitgelaufenen Tauchen bediente
(78.).
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