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   04.12.2007
Fußball-Landesliga Mitte: Ederbergland besiegt SV Wiesbaden 4:1 
FCE-Stürmer treffen wieder
BATTENBERG (stu). Na bitte, es geht doch: Der FC Ederbergland hat am Samstagnachmittag in der Landesliga Mitte den lang ersehnten Sieg gelandet - mit 4:1 gegen den Tabellenletzten SV Wiesbaden. 

Neben drei Punkten wünschte sich Ederberglands Coach Wolfgang Werth vor dem Spiel gegen das Schlusslicht: „Es ist an der Zeit zu Hause mal wieder richtig guten Fußball zu zeigen.“ Seine Mannschaft erfüllte Werth den Wunsch nach einem „Dreier“, aber „richtig guter Fußball“ war nur selten zu sehen. Auf dem tiefen, schwer bespielbaren Platz im Entenpark, zeigte sich Ederbergland aber engagiert und zweikampfstärker als in den vergangenen Partien . Die Gäste begannen mit einer weit aufgerückten Vierkette, in der Spielertrainer Elvir Melunovic die zentrale Position einnahm. Aber auch der ehemalige Profi, der 33 Erstligaspiele in der Schweiz absolvierte, konnte die frühe Führung der Gastgeber nicht verhindern. Nach einem Eckball von Oleg Schneider köpfte Alexander Lerch freistehend ein. Doch der Führungstreffer brachte keine Ruhe in das Spiel der Heimelf. Nachdem Björn Zarges einen Zweikampf verlor, tauchte Miroslav Badrov frei vor Torhüter Alessandro Casella auf, der mit einem Reflex den Ausgleich verhinderte. Trainer Werth forderte seine Elf in dieser Phase zu „mehr Aktion“ auf, doch sein Team versuchte es zuviel mit langen Bällen und hatte eine hohe Fehlpassquote. 
Die Gäste aus der Landeshauptstadt, 2. der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1965/1966, boten läuferisch mehr und vergaben nach einer halben Stunde eine gute Möglichkeit durch Marcus Jahn. Kurz darauf hatten die Fans von Ederbergland den Torschrei auf den Lippen. Marc Tauchen versetzte auf der rechten Seite drei Gegenspieler und schoss nur knapp am Gehäuse von Sacha Wittmer vorbei. Zwei Minuten später kam dann der kurz vorher unterdrückte Jubel der Anhänger. Nach tollem Pass von Dennis Meyer, spielte Tauchen zwei Gegenspieler aus und traf unhaltbar zum 2:0. Die Gastgeber agierten jetzt abgeklärter und Dogan Citlak verpasste es kurz vor dem Pausenpfiff die Führung auszubauen. Die Werth-Elf kam besser aus der Kabine und spielte ab der 50. Minute sogar in Überzahl. Der beste Gästespieler, Marcus John, bekam nach einem Foul im Mittelfeld die Gelbe Karte, und nach einem kurzem Wortwechsel mit kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Herbert Röse, folgte dann Gelb-Rot. Wenige Minuten später erhielt Tauchen im Zweikampf mit Melunovic einen Ellenbogenschlag des Spielertrainers, doch Röse ließ weiterspielen. Trotz Unterzahl kamen die Gäste zurück ins Spiel und verkürzten durch einen unhaltbaren Kopfball von Dawid Kroj. Als Libero Dietrich Schweizer aus 25 Metern nur die Unterkante der Latte traf, reagierte Florian Schneider am schnellsten und stellte den alten Abstand wieder her. Doch die Gäste, die 1994 ein Insolvenzverfahren über sich ergehen lassen mussten, gaben sich nicht geschlagen. 
Nach einem Kopfball von Kroj musste Casella seine ganze Klasse aufbieten, um den erneuten Anschlusstreffer zu verhindern. Im direkten Gegenzug ließ Meyer Torhüter Witmer im direkten Duell keine Chance und entschied damit die Partie. Der Widerstand der Gäste, die Ende der fünfziger Jahre vom ehemaligen, mittlerweile verstorbenen, Bundestrainer Helmut Schön trainiert wurden, war mit diesem Treffer gebrochen. Kurz vor Spielende hätte der eingewechselte Frank Lauer sogar noch erhöhen können. Trainer Werth meinte nach der Partie: „Wir freuen uns über den Sieg, das Ergebnis steht heute im Vordergrund. Ärgerlich ist nur, dass wir den Anschlusstreffer in Überzahl bekommen haben.“. Mit diesem Sieg beträgt der Abstand zum Relegationsplatz 16 nunmehr sechs Punke.

sportredaktion@wlz-fz.de