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    06.10.2006
Fußball-Bezirksoberliga: Ederbergland zum Schlagerspiel nach Lollar 
FCE will im Topspiel „Duftmarke“ setzen
BATTENBERG (schä). Es wird ernst für den FC Ederbergland in der Fußball-Bezirksoberliga. Am Samstag steht der Gang zu Eintracht Lollar an und damit nicht nur ein Spitzenspiel, sondern auch der erste richtige Härtetest für den Aufstiegskandidaten. Der will aber alles andere als brav die Punkte abliefern beim hochgehandelten Aufsteiger.

„Das ist so ein Spiel, in dem man eine Duftmarke setzen, einen Big-Point landen kann“, sagt Wolfgang Werth. Dem FCE-Coach käme ein solcher Schub fürs Selbstvertrauen freilich entgegen, nachdem es zuletzt nur einen Sieg in vier Spielen gab. Das hat die Ansprüche freilich nicht zurückgeschraubt. Im Gegenteil: Weil sie endlich einen Gegner erwarten, der sich nicht hinten rein stellt, gehen die Ederbergländer frohes Mutes ans Werk und wollen „Minimum einen Punkt“. Doch die Trauben hängen hoch im Norden Gießens, wo die Lollarer Eintracht seit Jahren „aufrüstet“ und nun in die Landesliga will. 
Auf die Werth-Elf wartet ein Gegner, der mit früheren Oberliga- und Landesligaspielern gespickt ist. Beinahe die gesamte Abwehrreihe aus der Landesligazeit des FSV Steinbach steht in der Elf von Trainer Baumbach. Zu den Köpfen gehören Nikola Milos und vor allem Daniel Steuernagel. Und im Angriff sind Ali Ülger und Routinier Ralf Landgraf, vor denen Werth ordentlichen Respekt hat, jederzeit für Tore gut. Freilich muss sich Ederbergland nicht verstecken. Man hat mit Oleg Schneider (9 Tore) den bislang besten Torschützen in seinen Reihen und mit 30 Treffern insgesamt in der Liga am häufigsten „eingelocht“. Gleichwohl bleibt abzuwarten, wieviel des Offensivpotenzials der FCE diesmal abrufen kann. Zudem froht gerade in diesem wichtigen Spiel eine wichtige Achse auseinander zu brechen: die Innenverteidigung. Philipp Hallenberger in München (Studium), Marc Althaus angeschlagen (Leistenprobleme). 
Bei beiden ist noch offen, ob sie am Samstag dabei sind. Als Alternative sieht Trainer Werth neben Möllmann vor allem Sergej Pracht. „Das Spiel wird hinten gewonnen werden“, glaubt Werth, dessen Team dennoch nach vorne spielen wird. „Zwar kontrolliert, aber offensiv. Was anderes können wir gar nicht.“

sportredaktion@wlz-fz.de