BATTENBERG (schä). Nochmal gutgegangen: Dank eines Tores in der 90. Minute bleibt der FC Ederbergland in der Fußball-Bezirksoberliga Gießen/Marburg zu Hause unbesiegt. 1:1 endete gestern der Vergleich mit dem FSV Braunfels II. Was das Siegen betrifft, scheint sich der Meisterschaftskandidat aber eine kleine Auszeit zu gönnen. Gleichwohl bleibt die Werth-Elf vorne, da das Spiel der Cleeberger in Burgsolms abgebrochen wurde.
„Meine Mannschaft hat in der Offensive eine so gute Qualität, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass wir einmal kein Tor schießen.“ Die Worte Wolfgang Werths vom Saisonbeginn lagen manchem FCE-Anhänger womöglich in den Ohren, während sie – mehr schimpfend als aufmunternd – die zweite Halbzeit gegen die Oberliga-Reserve sahen. Dass die Gastgeber mindestens einen Punkt verdient hätten und die tonangebende Elf waren, daran bestand kein Zweifel. Aber selbst beim Trainer hinterließen sie keinen guten Eindruck. „Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass wir kein Tor mehr schießen“, sagte Werth, dessen Freude sich in Grenzen hielt, auch wenn man mit einem blauen Auge davon gekommen war.
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Die
Braunfelser, die zum zweiten Mal hintereinander in der letzten Minute ein bitteres Tor kassierten, waren vor des Gegners Tor wesentlich effektiver. Gleich der erste Angriff nach acht Minuten führte zum 0:1 durch Moritz Hundertmark. Das Remis verdiente sich der Gast aber vor allem durch die Arbeit vor dem eigenen Tor. Über weite Strecken der Partie ließ der FSV die Ederbergländer gewähren, reihte sich in der Defensive auf und versuchte, beim entscheidenden Pass eher am Ball zu sein. Der stellungssichere Libero Mehmet Varli und der Eifaer Sebastian Wack im Kasten der Gäste dirigierten ihre Mitspieler je nach Situation auf eine Höhe zwischen 5 und 20 Metern vor dem Strafraum. Aufgabe des FCE war es spätestens nach dem frühen 0:1, eine Lücke im Gäste-„Block“ zu finden. Eine harte Nuss, wie sich herausstellte. Immer wieder rannte die Heimelf an. Meist brachte die fehlende Kreativität aber den Gegner nicht in Probleme. „Wir haben es viel zu oft durch die Mitte probiert und fast gar nicht über außen“, fasste Wolfgang Werth zusammen. Richtig hochkarätige Chancen blieben selten, dennoch war Ederbergland, das nach Wafas Einwechslung den Libero auflöste, vor allem gegen Ende mehrfach einem Tor nahe.
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Etwa als Tauchen der Ball am Fünfmeterraum über den Spann rutschte (72.) und als Plotzki gerade noch vor dem einköpfbereiten Zarges klärte (75.). Während Braunfels nur noch einmal in den gegnerischen Strafraum kam, schien den Gastgebern die Zeit davon zu laufen. Als gerade die Nachspielzeit angebrochen war, fand der Spitzenreiter doch noch das Glück des Tüchtigen. Noch einer der vielen, aber oft ungenauen hohen Bälle, und der Abwehrversuch landete vor den Füßen von Florian Schneider, der den Ball aus fünf Metern Torsteher Wack durch die Beine spitzelte. „So ein Tor wünscht man niemandem, vor allem, wenn er vorher gut gehalten hat“, meinte am Ende FCE-Coach Werth im Plausch mit Gästekeeper
Wack, der vor drei Jahren selbst im Kader der Einheimischen stand.
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