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  19.11.2007
Fußball-Bezirksliga: Ederbergland II besiegt im Derby Battenfeld 3:2 
Gezittert, statt den Sack zugemacht
BATTENBERG (schä). Wer hätte zur Pause geglaubt, dass das Bezirksliga-Derby zwischen Ederbergland II und Battenfeld bis zum Abpfiff so spannend sein würde? Wohl die wenigstens der 150 Zuschauer im „Entenpark“. Doch dank energischer Steigerung hielt die Sportgemeinschaft ein Spiel offen, in dem sie 45 Minuten nicht stattgefunden hatte. Trotzdem stand am Ende die vierte Pleite in Folge zu Buche, während die Landesliga-Reserve oben dran bleibt.

Man spürte, dass die Ederbergländer fast vier Wochen „eingesperrt“ waren, sprich nicht spielen durften. Von der ersten Minute an strahlten sie gestern Nachmittag Spielfreude aus. Battenfeld versuchte zwar, dagegen zu halten, war aber oft einen Schritt zu langsam oder zu spät und hätte sich über einen höheren Rückstand nach erst zehn Minuten nicht beschweren können: Citlaks abgefälschter Schuss (3.) ging aber vorbei, und SG-Keeper Dahm war gegen Wafa (4) mit etwas Glück sowie gegen Mienik (9.) zur Stelle. Und auch Wafa hatte auf Seiten der Gastgeber kein Glück, als er Bühler und Dahm ausspielte, aber der Ball neben den Pfosten trudelte (20.). Nach 24 Minuten das überfällige 1:0. Nach Freistoß des starken Citlak von halbrechts war Christian Behle mit dem Kopf zur Stelle. 
Ebenso folgerichtig war wenig später das 2:0 durch Christian Mienik nach einem schönen Angriff über Wafa und Kopfballablage von Lauer, der neben Citlak das FCE-Team „von oben“ verstärkte. Folgerichtig deshalb, weil die Battenfelder trotz Rückstandes zu sehr mit Verteidigen beschäftigt waren, um Entlastung zu schaffen. „Die Halbzeit haben wir völlig verschlafen“, sagte SG-Coach Dieter Kocab, der in der Kabine an das Zweikampfverhalten seiner Truppe appellierte. Das wirkte: Deutlich energischer traten die Gäste nach dem Seitenwechsel auf und beeindruckten damit sichtbar den Gegner. Vor allem die starken Tim Arnold und Aldo Schirru, die die richtige Einstellung vorlebten, leiteten immer wieder SG-Angriffe ein. Lohn war das 1:2 durch einen herrlichen Schlenzer von Arnold in den Torwinkel (55.). Im Anschluss hatte Oeste zwei gute Möglichkeiten, verfehlte aber jeweils das Tor knapp. „Das dritte Gegentor fiel dann zu früh“, meinte Gästetrainer Kocab in Erinnerung an das 3:1 für Ederbergland, erneut durch einen schönen Diagonalangriff. Langer Ball von Wolf, Dinc legte per Kopf ab für den einschussbereiten Mienik (66.). 

Battenfeld gab sich nicht auf und hätte durchaus noch einen Punkt mitnehmen können. Schirru hatte zunächst Pech mit einem Pfostentreffer (78.), traf aber eine Minute später zum 2:3, als er knapp vor Möller an den Ball kam. Während die Heimelf ihre Konter nicht nutzte, vergab Schirru ein weiteres Mal (89.), ehe Bernhard Wesp aufatmen konnte. „Die erste Halbzeit, in der wir den Sack nicht zugemacht haben, hat Kraft gekostet. Nach der Pause sind wir mit dem Battenfelder Druck nicht gut klar gekommen“, resümierte der FCE-Trainer.

sportredaktion@wlz-fz.de