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    20.10.2006
Fußball-Bezirksoberliga: Ederbergland mit umformierter Abwehr zum aufstrebenden SSV Dillenburg 
Werth: "Wir lassen uns nicht klein kriegen
BATTENBERG (schä). Abhaken und nach vorn schauen - nie war dieses Fußballmotto für den FC Ederbergland in dieser Bezirksoberligasaison wichtiger als in dieser Woche, nach dem in jeder Hinsicht ärgerlichen 1:2 gegen Breidenbach. Der Blick nach vorn bringt keineswegs eine entspannende Aufgabe, sondern ein Auswärtsspiel beim SSV Dillenburg am morgigen Samstag um 15.30 Uhr. 

"Ganz spurlos ist das Spiel nicht an uns vorüber gegangen", sagte Wolfgang Werth in Erinnerung an die schwache Schiedsrichterleistung vom vergangenen Samstag, die ein Teil der Ursache für die erste Heimniederlage war. "Manche Schiris machen sich einfach keine Gedanken darüber, was da alles dran hängt für einen Verein", schiebt Ederberglands Coach hinterher. 
Dennoch sei die Stimmung weiter positiver Natur, so Werths Eindrücke im Training. "Wir lassen uns auch nicht klein kriegen." Freiluch bleibt wie allen anderen nur der Blick auf die nüchterne Realität: "Die drei Punkte fehlen uns", so Werth, den vor allem das erste Gegentor geärgert hat.Im Auswärtsspiel in Dillenburg werden sich diese drei Punkte nicht so ohne weiteres nachholen lassen. Die Kicker aus der Stadt der Oranier-Könige sind zwar noch weit vom selbsternannten Ziel Aufstieg entfernt, haben sich aber zuletzt deutlich gesteigert. Weil sie in Lollar gewannen, behielt der FCE seinen zweiten Tabellenplatz. "Diese Mannschaft wird noch weiter nach oben kommen, da bleibe ich bei", sagt FCE-Trainer Werth über den SSV, der nach schwachem Start bei einem Sieg gegen Ederbergland in Schlagdistanz käme. Das ist auch ein Verdienst der guten Neuzugänge wie den Offensiven Aquaro, Noriega (kamen aus Dietzhölztal), Trutz (aus Medenbach) und Thorsten Seibert, bis 2003 drei Jahre im oberen Edertal aktiv. Neues Personal ist auch das Thema für den Gegner. Die Ederbergländer müssen nach dessen Roter Karte ein Weilchen auf Marc Althaus verzichten. "Ein großer Verlust, weil er einer der konstantesten war", sagt sein Trainer, der auf ein mildes Urteil hofft. Seine Planspiele in Sachen Abwehrverbund laufen noch. Möllmann, Wolf und Ernst würden als raumorientierte Dreierkette spielen, lässt Werth sich in die Karten schauen. Möglich sei aber auch mit Libero Ernst sowie Möllmann und einem weiteren Manndecker zu agieren. Das würde die Chance für Sergej Pracht, bisher im Bezirksligateam, erhöhen. In jedem Fall will Mittelfeldakteur Dennis Meyer am Wochenende wieder spielen (Erste oder Zweite).


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