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    Presseberichte
 

       
    22.10.2007
Fußball-Landesliga Mitte: 1:2 - Ederbergland kommt daheim nicht in Tritt 
Mit vollen Hosen und ohne Torchance
BATTENBERG (schä). Wieder zu Hause nicht nachgelegt: Der FC Ederbergland erlebte in der Landesliga Mitte am Samstag eine Art Deja vu und enttäuschte abermals seine Anhänger. Mit einer starken Auswärtsleistung im Rücken aufgelaufen, folgte auf eigenem Platz gegen den FSV Schröck ein ernüchternder Auftritt, und 14 Tage nach der ersten Heimniederlage in Allendorf setzt es nun auch im „Entenpark“ ein 1:2. 

Das an Höhepunkten arme Spiel ist schnell zusammengefasst: zwei schnelle Tore – und dann fast nichts mehr, in der Hauptsache, weil bei beiden Mannschaften das Nicht-in-Rückstand-geraten ganz oben auf der To-Do-Liste stand. Tempo, Spielwitz, Torraumszenen – Mangelware. Stattdessen war Willen und Zweikampfstärke gefragt und viele Fehlpässe zu sehen. Das letzte bisschen Spielfluss machte Schiedsrichter mit seiner kleinlichen Gangart zunichte. Mit dem Heimvorteil im Rücken spielte Ederbergland zunächst etwas mehr nach vorne als der Gast, der ein wenig Zeit brauchte um die richtige Ordnung und Zuordnung zu finden. Nach vereinzelten „halben Chancen“ führte eine der ersten Strafraumszenen gleich zum 1:0 für den FCE: Berger ging gegen Tauchen zu ungeschickt vor – Elfmeter. Björn Zarges traf wie schon zweimal zuvor links oben. Knapp 90 Sekunden später war der Jubel dann – wohl nicht nur auf der Trainerbank der Gastgeber – dem Frust gewichen. Nach langem Ball hinter die Abwehrreihe tauchte Ahmet Marankoz völlig frei vor Casella auf und „tunnelte“ den FCE-Keeper. 
„Ich weiß nicht, warum wir da auf Abseits spielen, und das dann auch noch so inkonsequent“, beurteilte Wolfgang Werth die Szene, die zum 1:1-Ausgleich führte. Ederberglands Trainer sah zehn Minuten später die beste Möglichkeit seiner Elf bis zur Pause, als FSV-Torsteher Schläfer nach flacher Hereingabe von Schneider gerade noch rechtzeitig sich den Ball schnappte. Wieder dauerte Schröcks Antwort keine zwei Minuten: Kopfball des aus Wetter stammenden Goebel an den Pfosten (34.). Ein Tor hüben, ein Tor drüben schnell hinterher – so behielt die Partie auch nach der Halbzeitpause den Charakter eines typischen 0:0-Spieles. Ein Aufsetzer von Mboe und ein Drehschuss von Schott waren Casellas sichere Beute. Die Platzherren hatten einen abgefälschten Pfostenschuss von Zarges entgegen zu setzen, viel mehr aber weiterhin nicht. „Die hatten ja Angst, über die Mittelinie zu kommen“, kommentierte Wolfgang Werth die konzeptlosen Versuche eines Offensivspiels. Dass auch die Schröcker, obwohl sie zunehmend mehr Sicherheit gewannen, nicht ununterbrochen über die Mittelinie kamen, störte Trainerkollege Starostzik hingegen nicht. „In dieser Phase hätte auf beiden Seiten ein Fehler zu einem Tor führen können, das wohl entscheidend gewesen wäre. Da wollten wir nicht zu viel riskieren“, sagte Gästetrainer Starostzik. der seine Mannen auch in Überzahl nicht weiter nach vorne schickte. Der FCE war nämlich nach 69 Minuten nur noch zu zehnt, nachdem der ins Team zurückgekehrte Möllmann Gelb-Rot sah – nach zweimal übereifrig verteilter gelber Karte des Schiris.  Einer der wenigen geradlinigen Angriffe brachte dann den K.o. für die Ederbergländer. Lukas Greb, einer der stärksten Schröcker, passte von der Grundlinie scharf nach innen, Marankoz scheiterte, doch Tim Schott verwandelte mit Auge im zweiten Versuch zum 1:2. Während der FSV bei zwei Kontern im Anschluss das 3:1 verpasste, stand nach den letzten Minuten verzweifelten Angreifens auf Seiten des FC Ederbergland eine erschreckende Feststellung: keine einzige Torchance erspielt; mit Ausnahme des Zarges-Schusses, der nur dank eines Abwehrbeines aufs Tor kam. Da mochte auch Wolfgang Werth sich nicht schützend vor die Mannschaft stellen: „Das war eine verdiente Niederlage. Wenn man einem Auswärtssieg im Rücken zu Hause so die Hosen voll hat, kann man nicht punkten. Alle haben heute weit unter ihren Möglichkeiten gespielt.“

sportredaktion@wlz-fz.de