ZEILSHEIM (schä). Der FC Ederbergland scheint sich zum „Remiskönig“ der Fußball-Landesliga Mitte zu mausern. Wie vor Wochenfrist gegen Türk Wiesbaden hieß es auch gestern Nachmittag beim SV Zeilsheim: 1:1 nach 1:0-Führung. Kurz vor Schluss fing sich der FCE beim Vorletzten noch den Ausgleichstreffer ein, der aber in der Tabelle keine Auswirkungen hatte.
Nach wie sind die Ederbergländer 13. und scheinen, obwohl der Abstand nach unten gleich geblieben ist, auf der Stelle zu treten. Dennoch sah Wolfgang Werth beim gestrigen Auftritt auf dem neuen Kunstrasen an der Lenzenbergstraße wieder mehr Licht im Schatten als noch beim mageren 1:1 eine Woche zuvor. „Bei einer besseren Ausgangssituation hätten wir mit diesem 1:1 zufrieden sein können. Aber ein Gegentor kurz vor Schluss ärgert einen immer“, sagte der FCE-Trainer, der zwar den vergebenen Möglichkeite nachtrauerte, aber auch die andere Seite der Medaille sah: „Wir haben über weite Strecken guten Fußball gespielt und uns trotz 30-minütiger Unterzahl geschickt angestellt.“
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Ausgenommen von dieser Feststellung war die 84. Minute, in der die Abwehr des FCE weniger geschickt operierten. Die Zeilsheimer überlisteten die Gäste, die einen Zweikampf im Mittelfeld verloren hatten, mit einem Ball hinter die Abwehrreihe, und der eingewechselte Youngster Altinöz war zum 1:1 zur Stelle. Für die Gastgeber war es der verdiente Lohn einer zweiten Halbzeit, in der sie stets versuchten, die Überzahl zu nutzen, um Druck zu machen. FCE-Manndecker Marc Althaus war nach 58 Minuten nach seinem zweiten Foul vom Schiri mit Gelb-Rot bedacht worden, was Trainer Werth aber keineswegs mit der Einwechslung eines Defensivkünstlers beantwortete. „So früh schon mauern, war mir zu riskant.“ Die Tatsache, dass seine Elf auch in Unterzahl sehr kompakt stand, gab ihm Recht. „Wir sind einfach vor dem Tor zu ungefährlich“, musste SV-Pressesprecher Peter Strauch feststellen, der die Partie ein wenig mit dem 1:1 im Hinspiel verglich, in dem ebenfalls beide Chancen hatten, mehr als einen Punkt zu ergattern.
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Während im Hinspiel vor allem Casella stark agiert hatte, stand diesmal die gesamte FCE-Abwehr wieder stabiler. Allerdings versäumte es der Gast wieder einmal, ein zweites Tor nachzulegen. „Unsere Konter waren nur im Ansatz gut“, befand der Trainer. Die erste Halbzeit hatte ihm dagegen besser gefallen. Vor allem in der letzten Viertelstunde bis zur Pause lief der Ball gut bei den Ederbergländern, die durch Marc Tauchen in Führung gingen. Der Torjäger beendete seine Flaute, nachdem er über rechts schön freigespielt wurde.
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