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    27.11.2006
Bezirksoberliga GI/MR: FCE gewinnt Spitzenspiel gegen Burgsolms 
3:0 – So muss Ederbergland keinen Gegner fürchten
ALLENDORF (schä). Auch wenn die Bezirksoberliga-Saison erst zur Hälfte absolviert ist: In der aktuellen Form muss der FC Ederbergland auf dem Weg in die Fußball-Landesliga niemand fürchten. Auch der zweitplatzierte FC Burgsolms bekam das gestern zu spüren, musste einen hochverdienten 3:0-Heimerfolg der Ederbergländer anerkennen. Damit hat der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf Rang drei auf sechs Punkte ausgebaut und das Fußballjahr 2006 auf der „Beetwiese“ ungeschlagen abgeschlossen.

Eine prächtige Kulisse von knapp 500 Zuschauern sah am Sonntagnachmittag vor allem in der ersten Halbzeit ein Klassespiel, in dem die Gastgeber erneut in den ersten 20 Minuten den Grundstein für den wichtigen Erfolg legten. „Wir spielen im Moment einfach hochkonzentriert und mit unglaublichem Siegewillen. Keiner lässt etwas anbrennen“, fasste Trainer Wolfgang Werth zusammen. 
Auf dem Platz sah das so aus: frühes Attackieren, auch schon, wenn der Libero im Ballbesitz war; schnelles Umschalten und schnörkellose Angriffe über die Flügel. Die meist packenden Zweikämpfe gewann meist der FCE und nahm damit die stärksten Gästespieler weitgehend aus dem Spiel. Zudem erarbeitete man sich wieder eine frühe Führung. Neun Minuten waren gespielt, als der wiederum starke Dogan Citlak den diesmal wieder vorn agierenden Behzad Wafa bediente – 1:0. Die Burgsolmser versteckten sich nicht, auch bei ihnen lief der Ball schnell durchs Mittelfeld und oft über außen. 
Die besten Chancen entstanden aber fast ausschließlich aus Schüssen jenseits der Strafraumgrenze. 
Ernst klärte bei einer Hereingabe vor dem einschussbereiten Capricano (15.), als Wolf über den Ball schlug und Bablich abzog (21.), war Keeper Seibel ebenso wie bei einigen anderen Weitschüssen auf dem Posten. Diese Phase war eine von zweien, mit der FCE-Coach nicht ganz zufrieden war. 

Doch seine Mannschaft legte die Nachlässigkeiten ab und legte wieder den Vorwärtsgang ein. Tauchen (26.) und Heft (30.) verfehlten das Gehäuse knapp, doch drei Minuten später hieß es 2:0. Über rechts schön vorbereitet sah Tauchen den besser postierten Citlak, der aus sieben Metern das Leder ins Tor spitzelte. Nach der ersten vernünftig getretenen Ecke der Ederbergländer hätte mit dem Pausenpfiff das 3:0 folgen können, doch Hefts Kopfball ging an die Lattenunterkante. Man war gespannt, ob die Platzherren das hohe Tempo würden weiter gehen können nach dem Seitenwechsel. Sie ließen auch nur wenig nach, mussten aber auch seltener als im ersten Abschnitt auf der Hut sein. Denn die Elf von Spielertrainer Andreas Schuy steigerte sich nicht. Dagegen blieb Ederbergland weiter konzentriert, um nicht durch ein Gegentor noch einmal bangen zu müssen. Nur die Tatsache, dass der Deckel mit dem 3:0 nicht frühzeitig aufs Spiel getan wurde, störte ein wenig. Der FCE – diesmal wieder mit Wolf anstelle von Meyer – war weiter die bessere Mannschaft, allerdings fehlte ein wenig die Entschlossenheit im Abschluss. 
Nach 71 Minuten dann durfte man das Spitzenspiel endgültig als gewonnen betrachten: Sozusagen als „Revanche“ für das 2:0 war diesmal wieder Citlak nach schönem Dribbling über rechts der Vorlagengeber, und Marc Tauchen musste in der Mitte nur noch einschieben. Da die Ederbergländer bis zum Schluss einer Ergebnisverbesserung näher waren als der Gegner einem Anschlusstor, geriet der Heimsieg auch nicht mehr in Gefahr. Pech für die Solmser, dass sich Bektesevic in der Schlussphase am Oberschenkel schwer verletzte und ins Krankenhaus musste. Im Anschluss an die lange Behandlungspause zeigte übrigens Schiedsrichter Eibach einmal mehr, warum er sich an diesem nachmittag Bestnoten verdiente. Der juneg Unparteiische aus Schwalmstadt agierte nahezu fehlerfrei und fiel nicht durch Theatralik auf, sondern weil er exzellentes Stellungsspiel zeigte, nicht alles kleinlich abpfiff und „menschlich“ statt abgehoben auftrat. Anstatt fünf, sechs Minuten nach der Verletzung nachspielen zu lassen, einigte er sich im Gespräch mit den Mannschaftskapitänen Möllmann und Coester darauf, zwar wiederanzupfeifen, angesichts des eindeutigen Spielstandes und der schweren Verletzung des Burgsolmser aber direkt wieder abzupfeifen. 

sportredaktion@wlz-fz.de