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    28.08.2006
Fußball-Bezirksoberliga: Mit 1:1 in Wetter kann FCE gut leben 
Von Ederbergländer Offensivstärke nichts zu sehen
WETTER (schä). Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen? Am Ende des Bezirksoberligaspiels zwischen dem VfB Wetter und dem FC Ederbergland gingen die Meinungen darüber auf beiden Seiten auseinander. Fakt ist: Mit dem 1:1 in dem fairen Derby kann vor allem der FCE leben, während der VfB auf seinen zweiten Saisonsieg wartet.

„Oft pomadig gespielt­“, attestierte FCE-Trainer Wolfgang Werth seiner Elf. Vor allem habe man einfacher spielen müssen, sagte er. Gleichwohl bemerkte er treffend: Letzte Saison hätten wir in solchen Spielen wohl keinen Punkt geholt. Ederbergland bleibt also zumindest effektiv und an der Tabellenspitze. Danach sah es längere Zeit auch auf dem schon traditionell bös ramponierten „Rasen“ im Wollenbergstadion aus. 
Gleich die erste Torraumszene führte zum 1:0 für die Gäste: Nach einem hohen Anspiel konnte Marc Tauchen dank eines Fehlers von Wetters Keeper Bauer aus fünf Metern einschießen (8.). Zuvor hatte der FCE allerdings schon zweimal Glück. Nach wenigen Sekunden segelte eine scharfe Flanke an Freund und Feind und am Außenpfosten vorbei. Und Althaus schlug den Ball nach einem Abwehrfehler gerade noch von der Torlinie (4.). Bis zur Pause folgten dann aber nur wenige Höhepunkte. Chancen hatte wenn überhaupt die Heimelf, weil die Ederbergländer oft nur halbherzig angriffen und nach vorne keinen Druck entwickelten. Gegen Moog (24.) war Brunner aber zur Stelle, und Michael Kuhn (40.) vergab freistehend kläglich. Die einzige gute FCE-Szene war Schneiders Freistoß an den Außenpfosten (22.). Halbzeit zwei – schon nach wenigen Sekunden musste Brunner einen Schuss aus dem Winkel holen.  Die Marschrichtung war damit vorgegeben. Wetter hatte sich noch einmal motiviert und legte einen Zahn zu. Einen Freistoß von Schäfer ließ Brunner prallen, aber niemand war zum Abstauben da (64.). Dennoch: Ederbergland bettelte in dieser Phase um den Ausgleich – und bekam ihn zwei Minuten später. Nach scharfer Hereingabe setzte Lindner den Ball an die Latte, und der eingewechselte di Milo nutzte den Abpraller zum 1:1. Allmählich neutralisierte sich dann das Geschehen wieder, Wetter hatte aber weiterhin die besseren Möglichkeiten. Libero Müller scheiterte zweimal knapp, Lindners Schuss wurde von Weag am Tor vorbeigelenkt (83.). Schön anzusehen war die anschließende Plauderei zwischen den beiden Beteiligten – ein Zeichen für die freundschaftliche Atmosphäre im Nachbarschaftsduell. Ob es daran lag, dass beim Gast wenig Gefährliches zustande kam. Von der Offensivstärke der Werth-Elf war jedenfalls wenig zu sehen. Der FCE-Coach fuhr noch einmal ein ungewöhnliches Manöver, brachte Stürmer Heft für den rotgefährdeten Hallenberger und stellte hinten um. Es tat sich aber nichts mehr.

sportredaktion@wlz-fz.de