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    Presseberichte
 

       
    29.10.2006
Fußball-Bezirksoberliga: Lockeres 8:2 des FC Ederbergland über chancenlosen VfL Neustadt 
Nur Gegentore trüben die gute Stimmung
ALLENDORF (schä). Ausgerechnet im ersten Regen-Spiel der Bezirksoberliga-Saison bot der FC Ederbergland schönen Sommerfußball. Beim 8:2-Erfolg gegen einen enttäuschenden VfL Neustadt schossen sich die Ederbergländer ein wenig den Frust von so manch verkorkstem Heimspiel von der Seele. Zudem gab der Tabellenzweite eine eindrucksvolle Visitenkarte ab für das bevorstehende Spitzenspiel am nächsten Sonntag gegen den FC Cleeberg.

So oft hatten sie sich abmühen müssen vor eigenem Publikum, die Kicker des FCE. Früher Rückstand, dummes Gegentor – und schon geriet man aus dem Rhythmus. Am Samstag auf der „Beetwiese“ erfüllte sich endlich einmal wieder der Wunsch nach einem frühen Tor. Ganze 124 Sekunden waren gespielt, als es „doppelt Schneider“ gab für die Neustädter: Oleg Schneider zog aus der Luft ab, der Ball landete am Fünfmeterraum vor den Füßen von Florian Schneider – 1:0 für Ederbergland. 
Es folgte ein von zwei „Auszeiten“, die sich die Gastgeber im Allendorfer Nieselregen nahmen. Denn mit der Führung im Rücken ließ der Druck des FCE nach, die Spieler gingen den Zweikämpfen ein wenig aus dem Weg und ermöglichten den Gästen dadurch mehr Offensivaktionen. 
Die in dieser Saison bislang sehr starken Gökhan Fidan und Jörg Müller blieben aber ebenso wie das VfL-Mittelfeld über 90 Minuten blass. Spielertrainer Thorsten Müller – in Florida im Urlaub – konnte froh sein, an alter Wirkungsstätte den willenlosen Auftritt seiner Schützlinge nicht mitansehen zu müssen. Sein Gegenüber, Wolfgang Werth, freute sich dagegen, „endlich mal einen stressfreien Nachmittag“ an der Seitenlinie verbracht zu haben. Denn sein Team legte diesmal im Gegensatz zu vielen anderen Spielen entscheidend nach. Nach einigen Mahnungen von außen spielte der FCE wieder Fußball. Alexander Lerch umkurvte nach herrlichem Pass Gästetorhüter Nittner und traf zum 2:0 (26.). Wenig später hieß es wie zur Pause 3:0, Citlak stand sträflich frei und zog aus 12 Metern ab. 
Einem eventuellen Aufbäumen des Gegners machten die Ederbergländer gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Strich durch die Rechnung. Kaum eine Minute war gespielt, als Marc Tauchen nach Pass von Citlak mit einem satten Linksschuss endlich das ersehnte Erfolgserlebnis gelang. Und nach 50 Minuten war der Drops endgültig gelutscht: Björn Zarges traf nach schöner Kombination im Fallen zum 5:0. 
Nun begann Ederberglands zweite „Auszeit“. Man besann sich weniger aufs Fußballspielen, sondern rieb sich unnötig in Zweikämpfen gegen den nun aggressiver werdenden Gäste auf. Und hinten agierte der FCE zu sorglos, was auch dem Trainer trotz aller guten Eindrücke nicht verborgen blieb. „Es kann nicht sein, dass wir beim Stand von 5:0 in einen Konter laufen“, sagt Wolfgang Werth, der wie viele Spieler die beiden Gegentoren mit einem lauten Fäkalausdruck kommentierte. Schließlich blieb das Ziel, endlich einmal „zu null“ zu spielen, weiter unerfüllt, nachdem Bonke (54.) Torwart Seibel zum 1:5 überspielt und Urban (72.) nach Möllmanns Ausrutscher zum 2:6 getroffen hatte. Ein Pfosten-Kopfball hatte den FCE zwischenzeitlich wachgerüttelt, aber letztlich deutete allerdings ihre Gefährlichkeit erst an, als es längst zu spät war. Die Heimelf stellte zudem durch Florian Schneider und Behzad Wafas herrlichen Linksschuss den alten Abstand wieder her. Und schließlich durfte sich auch Björn Zarges noch einmal in die Torschützenliste eintragen, er sorgte für den 8:2-Endstand.