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    01.10.2006
Der doppelte Schneider
Fußball-Bezirksoberliga Gießen: Ederberglands 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit

Von Helen Schönbrodt 

Battenberg. Ein beherzter Distanzschuss von Oleg Schneider in der Nachspielzeit hat dem FC Ederbergland in der Fußball-Bezirksoberliga Gießen gegen den SSV Langenaubach drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg eingebracht. 

FC Ederbergland- SSV Langenaubach 2:1 (1:1). "Das ist traurig für meine Jungs, sie haben gut gekämpft", sagte Frank Dalwigk, Trainer der Gäste, nach dem späten Gegentreffer: "Es war ein sehr glücklicher Sieg, der aber nicht unverdient war", meinte FCE-Trainer Wolfgang Werth. 

Ederbergland wurde zunächst seiner Favoritenrolle gerecht und erarbeitete sich konsequent Chancen. Die Gäste aus Langenaubach standen sehr defensiv und spielten oftmals nur mit einer Spitze. In der 25. Minute wurde die Heimelf dann für ihre Bemühungen belohnt. Nach einem Doppelpass mit Möllmann setzte sich Oleg Schneider gegen zwei Gegenspieler durch und versenkte das Leder unhaltbar für den Torhüter - 1:0. 

In der Folgezeit agierte die Abwehr des FCE aber oft unkonzentriert. "Wir haben nach dem ersten Tor hinten Harakiri gespielt", bemerkte Werth. Dies wurde in der Folgezeit auch bestraft, als sich der stark spielende Dittmann gleich gegen vier Ederbergländer durchsetzte und unhaltbar abschloss. 

Auch nach der Halbzeit waren die Ederbergländer wieder das klar bessere Team, und oftmals hatte es der SSV schwer, aus der eigenen Spielhälfte herauszukommen. 

Werth setzte alles auf Sieg, brachte den offensiven Citlak für Verteidiger Althaus. Aber wieder gelang es in vielen Anläufen nicht, den Ball zu versenken. Gleich zweimal klärten Abwehrspieler des SSV auf der Linie. 

Doch auch Langenaubach blieb durch Konter und ihre starke Sturmspitze Dittmann gefährlich. In der 76. Minute entstand eine Überzahlsituation, die Dittmann frei vor Seibel aber nicht nutzte. 


In der Schlussphase wurden die Aktionen der Heimelf immer verzweifelter. Es gab kaum ein Vorbeikommen an der kompakt stehenden Abwehr des SSV Langenaubach. Der FCE kam nur noch selten zum Abschluss und verzettelte sich mit zu vielen Abspielen am gegnerischen Strafraum - bis Oleg Schneider noch einmal auftrat. Der Frischvermählte fasste sich in der letzten Aktion des Spiels ein Herz und traf unhaltbar zum 2:1-Siegtreffer ins Netz. 

30.09.2006