|
Battenberg. Der FC Ederbergland hat seine sieglose Serie in der Fußball-Landesliga Mitte beendet. Am gestrigen Samstag gewann die Werth-Elf gegen Schlusslicht SV Wiesbaden deutlich, aber zu hoch, mit 4:1 (2:0).
Trainer Wolfgang Werth fasste seine erste Spielanalyse knapp zusammen: "Drei Punkte!" Es fiel auch nicht leicht, die Partie in eine Schublade zu stecken. "Ein Arbeitssieg war es nicht. Dazu hätten die Spieler mehr arbeiten müssen. Es ist ein Spiel, an dessen Ende ein Heimsieg für uns steht. Das ist wichtig", erklärte Werth.
Der sah eine FCE-Mannschaft, die hoch konzentriert begann und aus ihrem ersten Angriff einen Eckball herausholte (5.). Oleg Schneider brachte das Leder an den langen Pfosten, wo Alexander Lerch einköpfte. Alle Voraussetzungen, gegen die Landeshauptstädter mit breiter Brust das Spiel zu diktieren, schienen gegeben.
|
Nicht so die Heimelf. "Wir haben ohne Not aufgehört Fußball zu spielen", sagte Werth. Seine Mannschaft zog sich nahezu ängstlich zurück, bezog Torwart Alessandro Casella mit Rückpässen immer wieder ins Spiel ein, oder schlug das Leder unkontrolliert nach vorn, wo Marc Tauchen und Dennis Meyer sich zwar bemühten, mit den ungenauen Zuspielen aber oft nichts anzufangen wussten. 20 Minuten lang schienen die Außenbahnen überhaupt nicht zu existieren.
Wiesbaden machte Druck, fand aber in Ederberglands Bestem,
Casella, wiederholt seinen Meister. So rettete der Keeper nach 14 Spielminuten gegen den allein durchgebrochenen Badrov das Remis.
Nur langsam rappelte sich der Gastgeber wieder auf, hatte durch Tauchen (22.) die große Chance zum 2:0 nach einem
Konter, bevor drei Minuten später wieder Casella bei einer Kopfballverlängerung nach einem Freistoß schnell das Leder unter sich begrub.
|
Auf der Gegenseite merkte man besonders Marc Tauchen an, dass er auf dem aufsteigenden Ast ist. Scheiterte er zunächst noch an Wiesbadens Keeper Wittmer (35.), so profitierte er drei Minuten später von seinem Nebenspieler Dennis Meyer, der ihm bei einem Konter den Ball auflegte, woraufhin Tauchen zum 2:0 einschob.
Eine Minute später rutschte Lerch nach Tauchen-Pass vor dem Tor aus und verpasste die Vorentscheidung, wie auch Citlak per Drehschuss (41.).
Als dann auch noch Wiesbadens Jahn mit der Ampelkarte das Feld verlassen musste (51.), schien der Sieg sicher. Doch der Gast gab sich nicht auf und kam in Unterzahl durch Kroj zum Anschluss (61.). Es wurde keine Zitterpartie, da nur sieben Minuten später Schweizer den Ball an die Latte knallte, Florian Schneider am schnellsten reagierte und das Leder ins Tor köpfte. Meyer legte in der 74. Minute zum 4:1 nach. Der Pflichtsieg bringt dem FCE Platz zehn und sechs Punkte Abstand zum Tabellenkeller.
|