Dimas
30-Meter-Hammer
Fußball-Landesliga Mitte: Waldgirmes II und
Ederbergland trennen sich 2:2 (0:0)
Von Kirsten
Ohlwein
Waldgirmes.
Der FC Ederbergland hat seinen Ruf als starke
Auswärtself in der Fußball-Landesliga Mitte
unterstrichen und gestern Abend beim SC
Waldgirmes II ein 2:2 (0:0)-Remis nach 0:2-Rückstand
geholt.
"Wir waren tot und sind
wiedergekommen", sagte Ederberglands
Trainer Wolfgang Werth nach dem Spiel.
"Leider haben wir nur die letzten zehn
Minuten richtig Fußball gespielt. Aber der
Punkt tut uns gut."
Beiden Teams
merkte man an, dass sie sich zunächst auf dem
Kunstrasenplatz akklimatisieren wollten. Der
Gegenspieler wurde gesucht, die Zuordnungen
geregelt. Außer einem Distanzschuss von
Sofinski (2.), der am Tor vorbei ging, tat sich
in der Anfangsphase nicht viel. Überhaupt waren
Chancen Mangelware, auch wenn die Gastgeber mehr
und mehr das Heft in die Hand nahmen. Dabei war
es aufseiten der Heimelf immer wieder Michael
Sofinski, der, aus dem Mittelfeld kommend, die
Ederbergländer Abwehr vor Probleme stellte.
Seine Chance in der 32. Minute war schon von größerem
Kaliber.
Auf
der Gegenseite war es besonders Marc Tauchen,
der Gegenspieler Leif Meffert eine
abwechslungsreiche erste Spielhälfte bescherte.
Zwei Mal reagierte Tauchen am schnellsten und
zog sofort aufs Tor, ohne dass Zählbares dabei
herausgekommen wäre.
Ansonsten
stand der FCE tief in der eigenen Hälfte, die
bisherige Dreierkette wurde durch Florian
Schneider verstärkt, im Mittelfeld setzte
Trainer Wolfgang Werth auf Niklaas Westermann für
Dogan Citlak. Waldgirmes erhöhte Druck und
Tempo, machte durch Sofinski mehr Dampf.
Die
FCE-Defensive wurde bei langen und hohen Bällen
wiederholt gefordert. Zudem war der Gastgeber
bei Eckbällen brandgefährlich. Die ganz große
Chance fehlte der Riccitelli-Elf aber auch.
Nach dem
Wechsel kam der Gast wie verwandelt aus der
Kabine, machte seinerseits Druck, wodurch sich
die Partie immer mehr zum offenen Schlagabtausch
verwandelte.
Es
waren nur fünf Minuten gespielt, als Lauer
Jordan von den Beinen holte und Meffert den fälligen
Elfmeter zum 1:0 nutzte. Tschutschupalow, Jordan
und Sofinski hätten gleich mehrfach nach
einfachen Ederbergländer Ballverlusten auf 2:0
erhöhen können, doch erst nach Jordans Treffer
(68.) schien die Messe gelesen.
Dann aber
setzte "Dima" Schweizer aus über 30
Metern den Ball unhaltbar ins Tor (79.).
"Da war die Aufholjagd eingeläutet",
sagte anschließend SC-Trainer Gino Riccitelli.
Florian Schneider traf schließlich aus dem Gewühl
zum 2:2 (86.), ehe Casella vor Baum rettete
(88.). Die große Chance zum Gästesieg vergab
Schweizer, der in der Schlussminute freistehend
aus 15 verzog. "Riccitelli: "Da hatten
wir richtig Glück.