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    06.10.2006
"Tore schießen nicht verbieten"
Fußball-D-Junioren: Ederbergland nach 20:0 gegen Frankenberg Bezirksligist

Keine Zweifel bestanden am Mittwochabend daran, dass die D-Junioren des FC Ederbergland erneut in die Bezirksliga einziehen, die am Wochenende ihren ersten Spieltag absolviert. 

Mit 20:0 setzte sich die Mannschaft von Trainer Rainer Wolff gegen den überforderten TSV Frankenberg durch. 

FC Ederbergland - TSV Frankenberg 20:0 (7:0). Während Ederberglands Trainer Wolff ein "vernünftiges Spiel" lieber gewesen wäre, musste Gästecoach Helmut Kramer nicht lange nach Worten suchen, um seinen Schützlingen klar zu machen, dass das Unternehmen Bezirksliga eine Nummer zu groß ist. 

"Wir hatten in allen Qualifikationsspielen nur einen adäquaten Gegner. Vielleicht müsste man sich da etwas sinnvolleres überlegen", sagte Wolff, der seinen Jungs freilich "das Toreschießen nicht verbieten" konnte. 

Bereits zur Pause war der Drops beim Stand von 7:0 gelutscht, nachdem die Frankenberger nur selten über die Mittelinie gekommen waren. 





Pech hatten sie allerdings kurz vor dem Halbzeitpfiff, als der Ball aus dem Gewühl heraus bei FCE-Keeper Winter landete und ihnen damit der Ehrentreffer verwehrt blieb. 

Ansonsten rollte der Ball in Richtung des anderen Tores, denn im Zweikampf waren die "Hessen" meist zweiter Sieger. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte ging der TSV etwas forscher ran, doch spätestens als ausgewechselt wurde, geriet die Abwehr zusehends durcheinander. Erfreulich: die Unterlegenen meckerten nicht herum und fügten sich auf faire Weise in ihr Schicksal, während die Zuschauer am Rand über den genauen Spielstand rätselten. 

Bester Torschütze für Ederbergland war Leon Holler mit fünf Treffern. 
Die weiteren Torschützen: Janis Wolff (4), Tobias Bauch, Maximilian Lenz (je 3), Jan Dreher (2), Jonas Schweitzer, Francesco Deiana. Hinzu kam ein Eigentor. 

Große Schlüsse ließen sich für die Qualifizierten hinsichtlich der neuen Bezirksliga-Saison nicht ziehen nach dem Schützenfest. "Aber dass es so nicht weitergeht, ist den Spielern klar. Die meisten wissen, was auf sie zukommt", sagt Rainer Wolff, der einen Großteil der letztjährigen Bezirksligamannschaft behalten hat. 
Neun Spieler des 94er-Jahrgangs liefen am Mittwoch auf. Unter ihnen auch die Leistungsträger wie Spielmacher Leon Holler, Janis Wolff, Jan Dreher und Libero Sinan Dizlek. 

Gleichwohl zählt der FCE rein körperlich betrachtet wohl wieder zu den kleinsten Bezirksligisten und setzt daher mehr auf das spielerische Element. 

Ohnehin werde im Bezirk ein höheres Tempo gespielt. "Vor allem sollen sich die Jungs fußballerisch weiter entwickeln", hofft der Trainer. 

Die Favoritenfrage für die bevorstehende Saison ist wie so oft nicht zu klären in dieser Altersstufe. Die Ederbergländer sehen sich aber im vorderen Drittel der Liga. 

Platz vier aus der vergangenen Saison wiederholen, das wäre ein Erfolg, darin waren sich Trainer Wolff und Sohnemann Janis am Mittwoch einig. (zhw)