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Als Tabellenführer hat der FC Ederbergland 44 Punkte sowie ein Torverhältnis von plus 46.
"Es sind zwar nur noch zwölf Spieltage und wir haben acht Punkte Vorsprung, aber ich warne: Wir hatten vor wenigen Wochen auch mal acht Punkte Rückstand. Man sieht, wie schnell es geht."
Wolfgang Werth, Trainer des FC Ederbergland, bleibt auf dem Teppich. Erst allmählich wurde die Breite des Kaders zum Erfolgsgaranten. Als es zwischenzeitlich nach Niederlagen in Michelbach, Kirchhain und gegen Breidenbach nicht so lief und ein glückliches Remis gegen Braunfels II in letzter Sekunde hinzukam, grummelte es innerhalb des Vereins.
Werth und seinem Co-Trainer Bernhard Wesp gelang es aber, das Ziel vor der Saison umzusetzen. Junge Spieler wie Behzad
Wafa, Vedran Madarevic, Mario Giuda oder Dogan Citlak wurden zu festen Größen im Kader. Die Neuzugänge Alexander
Lerch, Marc Tauchen und Florian Schneider beleben nachhaltig den Offensivfußball. Werth sieht den Vorteil seiner Mannschaft klar in der Breite des Kaders: "Jeder weiß, dass es eng ist und er sich im Training und im Spiel immer wieder beweisen muss. Es sind genügend Alternativen da."
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So hat er in den bisherigen 20 Partien 21 Spieler eingesetzt. Und dabei fehlt noch Dennis Reitz, der sich als feste Größe in der Vorbereitung das Kreuzband riss und nicht eingesetzt wurde.
Mit Michael Möllmann und Marc Tauchen waren zwei Spieler in jedem Spiel dabei. Möllmann hat dabei keine Sekunde auf der Bank gesessen, alle Spiele voll mitgemacht. Da tut es auch nicht weh, dass Chris Weag nach vier Einsätzen keine Zukunft mehr sah und den Verein verlassen hat.
Mangelndes Zweikampfverhalten, Tempoverschleppung und außer gegen Pohlheim nicht zu Null gespielt. Die Kritik wuchs. Nach der überflüssigen 0:1-Heimniederlage gegen Breidenbach folgten zwei Siege in Dillenburg (2:1) und gegen Neustadt (8:2). "Dann aber hatten wir mit dem Spiel gegen Cleeberg den Knackpunkt", erklärt Werth. In Unterzahl wurde aus einem 0:1 ein 2:1. Es folgten vier Spiele mit insgesamt 21:0 Toren.
Es scheint alles im grünen Bereich zu sein. Die Kondition stimmt, da die meisten Tore in der Schlussviertelstunde der beiden Halbzeiten erzielt werden. Die Robustheit hat mit
Lerch, Tauchen, Wafa und F. Schneider zugenommen und durch die vergangenen sieben Siege ist laut Werth eine große Spielfreude entstanden.
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Was gibt es zu verbessern? Da fällt Werth einiges ein: "Es soll noch schneller nach vorn gehen. Die Spielereien im Mittelfeld brauchen wir nicht. Der Zug nach vorn soll stärker werden. Außerdem müssen Zweikampfverhalten und Zweikampfhärte besser werden. Wir wollen auf allen Positionen variabler werden. Daran arbeiten wir in der Vorbereitung."
Die beginnt am 20. Januar, dauert fünf Wochen und beinhaltet neben 25 Trainingseinheiten Testspiele gegen die Landesligisten Stadtallendorf, Baunatal, Waldgirmes II und Blau/Gelb Marburg.
Der FC Ederbergland darf sich auf dem Polster allerdings auch nicht ausruhen. Ein Spiel hat die Mannschaft Vorsprung. Außerdem warten an den letzen drei Spieltagen zwei Auswärtsspiele und ein spielfreies Wochenende.
Werth: "Der Grad zwischen Selbstbewusstsein und Selbstgefälligkeit ist schmal. Wir werden als Trainer genau aufpassen. Wer da auffällig wird, bekommt Ärger. Entscheidend ist, wie wir aus der Winterpause kommen. In Frohnhausen und gegen Wetter. Das sind zwei ganz schwere Spiele."
(zhw)
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