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    15.10.2006
Crispins Entscheidungen
Fußball-Bezirksoberliga: FCE unterliegt Breidenbach 1:2 - Zwei Feldverweise

Von Christian Weller 

Battenberg. Der FC Ederbergland unterlag gestern im Derby gegen den FV Breidenbach nach einer schwachen Schiedsrichterleistung mit 1:2 (0:1). 

FC Ederbergland - FV Breidenbach 1:2 (0:1). Im Mittelpunkt der Partie stand Schiedsrichter Crispin (Lichtenberg), dessen äußerst zweifelhafte Entscheidungen ein Grund für die Niederlage des FCE waren. Der andere war die mangelnde Chancenverwertung der Hausherren. 


"Wenn ich mich nach einer Niederlage negativ zum Schiedsrichter äußere, glaubt mir sowieso keiner. Deshalb sage ich, er war fantastisch," kommentierte FCE-Coach Wolfgang Werth die Leistung des Unparteiischen. 

Mit dem Spiel seiner Elf war Werth trotz der Niederlage nicht unzufrieden: "Bis auf eine paar Minuten in der ersten Hälfte waren wir klar spielbestimmend," bilanzierte Werth weiter. 



Die Heimelf begann sehr druckvoll, doch Wolf (2.) und Florian Schneider (3.) scheiterten freistehend. Mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gäste ging der FCE jedoch in Rückstand: Sartison hatte geflankt, zwei Abwehrspieler verpassten und FV-Kapitän Kapitän Michael Becker schob in lange Eck ein (17.). 

Dies blieb bis auf Bergens Schuss die einzige Gästechance im ersten Durchgang. Dagegen verzogen beim FCE Tauchen, Wolf und Lerch. 

Die beiden größten Chancen vergab aber Schweizer, der seinem Gegenspieler Seibel entwischte und aus spitzem Winkel zunächst neben das Tor zielte, ehe er Torhüter Lokoc anschoss (44., 45.). 

Die zweite Hälfte begann der FCE wie er die erste aufgehört hatte: Der Gast wurde mit aggressivem Vorchecking unter Druck gesetzt, doch Lerch und Ernst scheiterten. Besser machte es F. Schneider, als er Libero Künkel überlief und zum 1:1 vollstreckte (57.). 

Dann trat Schiedsrichter Crispin auf den Plan: Zunächst zeigte er Schweizer die Gelb/Rote Karte wegen Foulspiels. Gelb hatte er gesehen, weil er sich mit Gegenspieler Seibel uneinig war, wem ein Einwurf zugesprochen werden sollte - der Linienrichter hatte nichts angezeigt (59.). Nach einem zweifelhaften Foul an Bergen, markierte Johannes Burg per Freistoß aus 17 Metern das 1:2 (65.). Dann zeigte Crispin Althaus die Rote Karte, nach einer harmlosen Rangelei. 

In der 73. Minute ahndete der Schiri ein klares Handspiel im Strafraum nicht. 

Mit neun Spielern warfen die Hausherren alles nach vorne, doch Citlak, Wafa, Florian Schneider und Madarevic scheiterten.