|
Von Wilfried Hartmann
Der FC Ederbergland bleibt in der Fußball-Bezirksoberliga Gießen weiter Tabellenführer. Gestern Abend gewann der FCE sein Auswärtsspiel beim TuS Naunheim mit 4:1. Rund lief dabei aber längst nicht alles.
TuS Naunheim - Ederbergland 1:4 (0:2). Der FC Ederbergland benötigte gestern Abend ein Weilchen, um einigermaßen seinen Rhythmus zu finden. Nichts wollte in der Anfangsphase klappen bei den Gästen. Zuordnungsprobleme offenbarte der FCE vor allem im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr, die mal als Dreierkette, dann wieder mit Kapitän Michael Möllmann als Libero agierte.
Darüber hinaus erlaubte sich die Elf von Trainer Wolfgang Werth, die erneut ohne den Verletzten Tobias Ernst antrat, zu viele Fehlpässe. Von einem vernünftigen Spielaufbau war zunächst kaum etwas zu sehen beim
FCE.
|
Werth-Elf zunächst im Glück
Die Gäste hatten vor gerade einmal 60 Zuschauern vielmehr Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Zwar hatte der FCE durch Stürmer Marc Tauchen die erste Chance des Spiels (17.). Die größte Möglichkeit bis dahin vergab Naunheims
Riemel, der aus toller Position den Ball über FCE-Keeper Rene Seibel auf die Torlatte hob (19.).
Nach dieser Schrecksekunde drehten die Ederbergländer auf. Marc Tauchen markierte die bis dato glückliche Gäste-Führung (21.). Dann vergaben Oleg Heft (29., 32.) und vor allem Mario
Giuda, der völlig freistehend verzog (34.), große Chancen aufs zweite Tor. Besser machte es 120 Sekunden später erneut Marc Tauchen. Sein Schuss saß - 2:0 für den
FCE.
In der zweiten Halbzeit musste Ederbergland ohne Mittelfeldantreiber Björn Zarges auskommen. Er hatte sich am Oberschenkel verletzt und sich vorsorglich auswechseln lassen. Für Zarges kam Neuzugang Alexander Lerch in die Partie. Lerch rückte fortan in den Sturm, Tauchen übernahm
Zarges‘ Position im Mittelfeld.
|
Die Umstellung zeigte Wirkung. Denn der FCE gab nun gegen teilweise überforderte Naunheimer klar den Ton an: Zwei Tore innerhalb von drei Minuten brachten die Entscheidung. Zunächst setzte sich Alexander Lerch mustergültig durch und legte schön auf Oleg Schneider zurück, der den Ball nur noch ins Tor schieben musste (74). Dann spielte der ebenfalls eingewechselte Florian Schneider die gesamte Naunheimer Abwehr aus und vollendete sicher zum 4:0 (77.).
Naunheims Spieler ließen die Köpfe hängen. Ihnen glückte trotzdem der Anschlusstreffer durch Nico Drewes (84.).
Ederberglands Trainer Wolfgang Werth zeigte sich nach dem Abpfiff "nur mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit dem Spiel": "Wir hätten das Spiel viel früher und noch klarer für uns entscheiden müssen."
23.08.2006
|